Manifest & Methode

Mit dem Rhythmus beginnt das Erfinden. Was ist Ursache von Klang? Nichts was sich bewegt, bewegt sich ohne Rhythmus. Es gibt keinen Klang, ohne die Bewegung dahinter, keine Bewegung ohne den sie prägenden Rhythmus. Die Bewegungen der Welt. Alle sind hörbar, und sind es wert, gehört zu werden.

Bewegung gestalten, Sinn und Aufgabe kompositorischer Arbeit. Es geht darum, die innere, energetische Gestalt hörbar zu machen, nicht darum, einen natürlichen Bewegungsverlauf zu imitieren.

Ich denke in Bewegungen, ich höre Musik als Bewegung, also komponiere ich Bewegung. Mich interessieren Klänge, Farben, Rhythmen, Tempi und Dynamiken innerhalb der Logik eines Bewegungsverlaufs. Aus ihm heraus erscheinen sie mir sinnvoll, kann ich sie erklären und vermag sie zu bewerten.

Ich gestalte Musik als Folge von Bewegungsvorstellung, entwickle Klang aus der Folgerichtigkeit der ihm übergeordneten Bewegung. Die so entstehende Musik wächst, indem sie den in ihr angelegten Tendenzen folgt. Bewegung ergibt Gestalt.

Jeder musikalische Parameter, jedes klangliche Spektrum, jedes akustische Element und jeder musikalische Ausdruck folgt in Ausformung und Bewertung der Logik und inneren Stimmigkeit der zugrunde liegenden, formgebenden Bewegung.

Musik ordnet sich in der Bewegung. Die Schlüssigkeit einer musikalischen Geste ist ein mächtiges Kriterium für kompositorische Konsequenz. Bewegung ist Zusammenhang. Der Rest, beziehungsloser Schall.