ELEKTRONISCHE MUSIK

»Otto Stoff«

Musik für Elektronik, Partitur 2010

Otto Stoff
ASK 1061.2-1

© 2010 zero · one · ocean
Dauer: 5′ 45 Min

Besetzung:
Elektronik


»Otto Stoff«, Otto, im Italienischen der Begriff für Acht. Für mich war naheliegend, das Material dieser Komposition im Klavierstück »Stoffe 8« zu suchen. Und plötzlich kann man hören, was dort unentdeckt geblieben ist. Das Dräuen in der Tiefe … flirrende, im Kopf kreisende Tonketten … das Ausatmen nach einem Impuls …

»BbEing«

Musik für Elektronik, Partitur 2010

BbEing
ASK 1061.1-1

© 2010 zero · one · ocean
Dauer: 3′ 45 Min

Besetzung:
Elektronik


»BbEing«, in meiner Vorstellung eine Musik ohne Ursache, ohne Anzeichen von Ziel oder die Notwendigkeit einer Begründung. Man möchte glauben, für die Dauer des Stücks sei Zeit zu Klang geworden. Drei Minuten und fünfundvierzig Sekunden lang denke ich, es könnte ewig so weiter gehen.

»Casa Galgano«

Musik für Elektronik, Partitur 2001

Casa Galgano
z.o.o. 1048.4-1

© 2001 z.o.o. Verlag
Dauer: 8′ 30 Min

Besetzung:
Elektronik


Die Abbazia di San Galgano, nahe Monticiano, südlich von Siena in der Toskana ist ein offenes Haus. Das ehemalige gotische Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert ist heute eine Ruine und ein besonderer Ort. Hier hat die Vergangenheit einen archaischen Klang. In diesen dicken, alten Mauern gibt es genügend Nischen, Lücken, Risse, in denen sich noch Reste alter Klangspuren finden lassen. Man muß nur suchen und ein bißchen an ein Wunder glauben. Doch alles verflüchtigt sich mehr und mehr. Es wird Ordnung geschaffen und modernisiert. Der Tourismus drängt sich vor und mit ihm, alle Erinnerungen tilgender Lärm. »Casa Galgano« ist ein Dokument ausklingender Zeit.

»Eclipse«

Musik für Elektronik, Partitur 2001

Eclipse
z.o.o. 1048.3-1

© 2001 z.o.o. Verlag
Dauer: 3′ 10 Min

Besetzung:
Elektronik


Die Aufnahmen zu »Eclipse« entstanden am 11.08.1999 mittags auf einem Feld bei Schlangenhofen, in der Nähe des Ammersees bei München. Es war der seltene Moment absoluter Sonnenfinsternis. Über die weiten Wiesen und Äcker verstreut standen die Menschen in kleinen Gruppen, gespannt und voller Erwartung. Wenn man sich wegen des hügeligen Geländes auch nicht sehen konnte, so konnte man sich doch hören. Außer Jubel, in den Menschen immer dann ausbrechen, wenn sie mit ihrer Begeisterung nicht allein sein wollen, gab es auch andere Geräusche. Ein pausenlos über unseren Köpfen kreisendes Flugzeug. Einen Bauern, der von allem unbeirrt seinen Acker pflügte. Und vielleicht hört man ganz leise, ganz fern auch Unbekanntes. Eine Art Urschall. Verlorene, aus der Dunkelheit gefallene Töne. Musik, wie vor der Ordnung. Klänge, die wir uns erträumen müssen.

»Regenmusik«

Musik für Elektronik, Partitur 2001

Regenmusik
z.o.o. 1048.2-1

© 2001 z.o.o. Verlag
Dauer: 3′ 40 Min

Besetzung:
Elektronik


Regen ist von besonderer akustischer Schönheit. Ein dichter Schleier von kurzen, spitzen, getrommelten Tönen fällt auf die Erde. Sprühende Klangpracht, Regenmusik. Die starken Betonungen, die sich ergaben, als besonders dicke Tropfen auf meinen aufgespannten Regenschirm prallten, formten einen suggestiven Rhythmus. Er mußte zu besonderen Klängen führen. – Ein Bild, das sich mir aufdrängte: Lautloser, zu Tropfen und Nebel kondensierter Schall wirbelt durch die Luft, gibt erst am Ende der Reise sein Geheimnis preis. Regen, der sich in Schwingung auflöst, sobald er die Erde berührt. Naturspiel, ewiger Kreislauf. Kopfmusik, von der wir vielleicht meinen, sie irgendwann schon mal gehört zu haben.

»Toh ...«

Musik für Elektronik, Partitur 2001

Toh …
z.o.o. 1048.1-1

© 2001 z.o.o. Verlag
Dauer: 4′ 20 Min

Besetzung:
Elektronik


»Toh« ist ein rätselhafter Laut, der nur von Tieren verstanden wird. Ich hatte meine Mikrophone am Rande einer Weide positioniert, weil mich das hohle, volltönende Geräusch kauender Rindermäuler faszinierte. Es war der Beginn einer kompletten Komposition. Zunächst ruhender, in sich bewegter Stillstand. Stampfen und schwerer Atem. Bewegung, die sich selbst genügt. Und dann, auf Kommando die Entwicklung. »Toh«, riefen die Hirten. Langsam, schwerfällig, von unsichtbarer Hand geführt, begannen die kolossalen Tiere sich in Marsch zu setzen. Urviecher, Maremmarinder. Laut knirschte der Kies unter ihren Hufen als sie den Feldweg kreuzten. Die Hirten folgten, bildeten den Abschluß. Mißtrauische Blicke, sprachlose Neugier. Unverständlich das alles. Im hohen Gras der ansteigenden Böschung verloren sich die Spuren.

»Movies 8 · Ich möchte«

Musik für Elektronik, Partitur 1996

Movies 8 · Ich möchte
z.o.o. 1019.1

© 1996 z.o.o. Verlag
Dauer: 4′ 40 Min

Besetzung:
Elektronik


Ich möchte. Ich möchte, also ich überlege gerade. Ich, also ich überlege gerade, wofür es sich zu leben lohnt im Leben. – Ich, also ich möchte … ich möchte im Luxus leben.
Genau!
Ich will im Luxus leben.
Richtig, genau! (Applaus)
Also, der eine will im Luxus leben, der andere möchte mein Leben leben.
Richtig, genau, richtig! (Applaus)
Genau, also der eine will im Luxus leben, der andere will dies.
Ich will das!
Richtig, genau! (heftiger Klatscher)

Ich, also ich weiß nicht? Ich weiß nicht? Ich weiß nichts, nein also ich überlege gerade. – Ich möchte. Ich möchte nicht mehr mein Leben auseinanderdividieren.
Ja! (freudig laut)
Genau, im Leben nicht mehr dividieren müssen!
Ja! (endlich)
Müssen.
Ja.
Ich will zum Beispiel dies, aber mein Leben will das. (Publikum lacht) Also, mein Leben will sein eigenes Leben führen.
Find ich auch sehr schön, jeder lebt ja anders.
Richtig! (Applaus)
Also, mein Leben will die Trennung, ich aber will einfach füreinander dasein.
Ist dann so das ganze Leben futsch? (Publikum lacht)
Nein, aber ich will was aufbauen, zum Beispiel im Luxus leben!
Ja! (freudig laut)
Aber mein Leben will lachen, will leben, will viel bewußter Erfahrungen machen, will fröhlich sein und Emotionen aufbauen.
Ja! (endlich)
Das heißt, mein Leben hat bestimmt ein gutes Herz (Publikum lacht), und was mein Leben will, find ich auch sehr schön (Applaus), aber … aber ich will was anderes, das ist besser, wenn man so aussieht wie ich.
Genau! (heftiger Klatscher)

Du, ich überlege gerade.
Ja?
Das heißt nicht, ich will!
Nein?
Das heißt, ich möchte!

»Die Reise · Station 1 - 7«

Musik für Elektronik, Partitur 1992

Die Reise
Musik für Synthesizer
z.o.o. 1004-10

© 1991 z.o.o. Verlag
Dauer: 60 Min

Besetzung:
Synthesizer


Station 1
Station 2
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Station 7