VON DER KUNST DES RECHTEN TRÄUMENS

»Die Kunst des rechten Träumens« ist ein Konzertprojekt von Christina Böckler und Andreas Seemer-Koeper. Basierend auf Texten aus dem »Buch der Unruhe« von Fernando Pessoa, ist es nach »Pnins & ZooZoos« – einer Fantasie über das Geheimnis der Gelassenheit – das zweite gemeinsame Projekt.
Träumen wir, oder werden wir geträumt? Ist Träumen eine Handlung oder etwas, das uns passiert? Am Anfang dieser kammermusikalisch geprägten Partitur (Sprechstimme, Violine, Klarinette, Tuba, 2 Schlagzeuge) steht dieser Gedanke, aus dem sich die Musik imaginierend und kombinierend entwickelt. Basis ist eine einzige rhythmische Reihe, die, mehr geträumt als konstruiert, allen elf Sätzen zugrunde liegt. Ähnlich vielleicht den verschiedenen Traumphasen, die ein Schlafender durchlebt, wandelt sich diese Reihe in Klang, Form und Temperament von Satz zu Satz. Elf Ausprägungen ein und desselben musikalischen Gedankens. – Können wir unsere Träume formen? Nicht nur inhaltlich, sondern auch am Beispiel des eigenen Werdens, geht das Projekt dieser Frage nach. Es ist die Suche nach der schöpferischen Kraft des Traums und gipfelt in der Idee, dass wir, allein indem wir träumen, auch unser Leben gestalten.

Musik: Andreas Seemer-Koeper
Video: Christina Böckler
Text: Fernando Pessoa; eingerichtet von Christina Böckler und Andreas Seemer-Koeper

Es spielt das »Ensemble Pninin«.

Siehe auch Presse > Ensemble Pninin > Eine Konzert-Besprechung von Stefan Pieper, nrwjazz.net