© Petra Anders

PERSONA

Andreas Seemer-Koeper

Wenn man den Musiker und Komponisten Andreas Seemer-Koeper fragt, was seine früheste und prägendste Klangerfahrung ist, dann spricht er von einer alten Schreibmaschine, auf der er als Junge gerne gedankenverloren herumgeklappert habe – immer in einer bestimmten Buchstabenfolge: „Die Tastenkombination hatte einen magischen Rhythmus, eine einprägsame akustische Struktur – W E R D E N entstand wie von selbst.“

Abgesehen von dieser frühen Klang-Erfahrung ist seine Arbeit nicht denkbar ohne Strawinsky. Vielleicht würde er noch Olivier Messiaen nennen. Aber eigentlich war der Anfang von allem diese Schreibmaschine. Denn was sind die Ursachen von Klang? Rhythmus und Bewegung. „Es gibt keinen Klang ohne die Bewegung dahinter, keine Bewegung ohne den sie prägenden Rhythmus“. Da spricht der Philosoph und Schlagzeuger. Und der Komponist? „Ich denke in Bewegung. Ich höre Musik als Bewegung. Also komponiere ich Bewegung.“ (pw)